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	<title>Schul-Kritik.de &#187; Bildung</title>
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		<title>Alle Schüler sind gleich</title>
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		<pubDate>Fri, 22 May 2009 20:10:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ArtieS</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Aber manche sind gleicher. Dieses durchaus genauso bekannte wie leider auch abgelutschte Zitat fällt mir ein, wenn ich lese, dass 50% aller Gymnasiasten professionelle Nachhilfe in Anspruch nehmen müssen, um dem Leistungsdruck gerecht zu werden.
Diese Schüler sind weder dumm noch antriebslos.(Antriebslos höchstens, wenn sie von den Eltern zur Nachhilfe gezwungen werde. Dies dürfte jedoch so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-medium wp-image-1254 alignleft" style="border: 2px solid black; margin: 10px;" title="Farm der Tiere" src="http://schul-kritik.de/wp-content/uploads/2009/05/farm-der-tiere1-300x210.jpg" alt="Farm der Tiere" width="220" height="155" />Aber manche sind gleicher. Dieses durchaus genauso bekannte wie leider auch abgelutschte Zitat fällt mir ein, wenn ich lese, dass 50% aller Gymnasiasten professionelle <a href="http://schul-kritik.de/shortnews/nachhilfe/am-gymnasium-braucht-jeder-zweite-nachhilfe/" target="_blank">Nachhilfe</a> in Anspruch nehmen müssen, um dem Leistungsdruck gerecht zu werden.</p>
<p>Diese Schüler sind weder dumm noch antriebslos.(Antriebslos höchstens, wenn sie von den Eltern zur Nachhilfe gezwungen werde. Dies dürfte jedoch so gut wie nie bzw. selten der Fall sein.) Sie erarbeiten sich den Stoff, den sie in der Schule hätten verarbeiten müssen in kostenintensiven Privatstunden mit erheblicher Mehrarbeit und kommen schließlich meistens wieder in den Unterricht rein.</p>
<p>Wo Gymnasiasten Elternhäuser mit entsprechender Finanzlage oder auch Akademiker als Eltern haben, die ihnen möglicherweise weiterhelfen, ist alles im grünen Bereich. Aber wo der soziale Hintergrund nicht stimmt, scheint es immer mehr Schüler zu geben, die abzurutschen drohen, da sie einfach nicht mehr hinterherkommen ohne Rückendeckung.</p>
<p><span id="more-705"></span></p>
<p>Wo liegt also das Problem? Man kann die Schuld jetzt natürlich auf die Schüler schieben. Das Niveau sinkt, der Anspruch bleibt konstant, würde manch einer das System Schulbildung verteidigen. Aber es ist immerhin Aufgabe der Schule, der Lehrer, den Unterricht so zu gestalten, dass jeder Schüler, unabhängig von seiner finanziellen und familiären Situation, gleiche Bildungschancen genießt. Unser dreigliedrigen Schulsystem führt schon zu krassen Differenzierungen in der Gesellschaft. Durch Übervorteilung der Wohlhabenden grenzt sich selbst innnerhalb von dieser Differenzierung wieder eine Art &#8220;Elite&#8221; ab.</p>
<p>Chancengleichheit im Bildungssystem sollte eine der obersten Prioritäten sein. Wenn Nachhilfe fast schon zur Pflicht wird, um  Vorraussetzungen befriedigend zu erfüllen, wird die Bildungspolitik ihrer Verantwortung nicht gerecht.</p>
<p>Dennoch kann Schule dieses Problem nicht alleine lösen. Sozial intakte Familien bringen auch meistens sozial starke Kinder hervor, die auch in der Schule besser klarkommen. Geprägt wird eine junge Generation zu allererst vom Elternhaus und sozialer Umgebung, welche Schuler mit einschließt.</p>
<p>Niemand kann erwarten, dass den Eltern die Erziehung abgenommen wird. Aber was falsch läuft, ist, dass Schule die Probleme eher verstärkt, als hemmt. Gleichberechtigung sieht anders aus.</p>
<p>Passend hierzu eine vor einiger Zeit veröffentlichte <a href="http://schul-kritik.de/shortnews/umfrage/umfrage-jeder-dritte-deutsche-leidet-an-dauerstress-wissenschaft-sternde/" target="_blank">Umfrage</a>:</p>
<p><a href="http://schul-kritik.de/shortnews/umfrage/umfrage-jeder-dritte-deutsche-leidet-an-dauerstress-wissenschaft-sternde/" target="_blank"><img class="alignright size-medium wp-image-1260" style="border: 2px solid black; margin: 10px;" title="Umfrage Stress" src="http://schul-kritik.de/wp-content/uploads/2009/05/1405_stress_500_250-225x300.jpg" alt="Umfrage Stress" width="75" height="101" /></a></p>
<blockquote><p>&#8220;[...] auch<strong> neun von zehn Schüler klagen über Stress</strong>. Jeder Dritte steht nach eigener Aussage permanent unter Leistungs- und Prüfungsdruck. Auch Zukunftsängste belasten junge Menschen: 37 Prozent der Befragten befürchten der Studie zufolge, keinen Ausbildungs-, Studien- oder Arbeitsplatz zu finden.&#8221;</p></blockquote>
<p>Soziale Unterschiede werden durch das dreigliedrige Schulsystem hervorgehoben. Diese Differenzierung, auch Selektion (Auslese) genannt, ist einer der Grundpfeiler &#8220;demokratischer&#8221; Bildungssysteme. Helmut Fend beschreibt dies im Standardwerk &#8220;Neue Theorie der Schule&#8221;.</p>
<p>Aber eine Sackgasse bleibt eine Sackgasse, auch wenn das Verkehrsschild entfernt wurde.</p>
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		<title>Kampagne: &#8220;Studieren in Fernost&#8221; &#8211; Studieren in Ostdeutschland</title>
		<link>http://schul-kritik.de/2009/schule/studium-schule/studieren-in-fernost-initiative-der-neuen-bundeslander/</link>
		<comments>http://schul-kritik.de/2009/schule/studium-schule/studieren-in-fernost-initiative-der-neuen-bundeslander/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 18 May 2009 11:37:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ArtieS</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die &#8220;Hochschulinitiative Neue Bundesländer&#8221; rief Anfang dieses Jahres eine Kampagne ins Leben, um Hochschulen in den neuen Bundesländern attraktiver zu machen. Die Kultusministerien der fünf Länder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben sich also zusammengetan um studierwillige Schüler und Schülerinnen im guten alten Westen zu zeigen, dass die Mauer wirklich gefallen ist und man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-1008 alignleft" style="border: 2px solid black; margin: 10px;" title="logo_studieren in fernost" src="http://schul-kritik.de/wp-content/uploads/2009/05/logo_fernost.jpeg" alt="logo_studieren in fernost" width="175" height="89" />Die &#8220;<a href="http://www.hochschulinitiative.de" target="_blank">Hochschulinitiative Neue Bundesländer</a>&#8221; rief Anfang dieses Jahres eine Kampagne ins Leben, um Hochschulen in den neuen Bundesländern attraktiver zu machen. Die Kultusministerien der fünf Länder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben sich also zusammengetan um studierwillige Schüler und Schülerinnen im guten alten Westen zu zeigen, dass die Mauer wirklich gefallen ist und man auch irgendwo weiter im Osten studieren kann.</p>
<p><span id="more-1004"></span>Diese Kampagne nennt sich ironischerweise (mehr oder weniger) sinnig &#8220;<a href="http://www.studieren-in-fernost.de" target="_blank">Studieren in Fernos</a>t&#8221;. Erste Assoziation: Asien. Zweiter Eindruck: Verstecken der eigenen Identität hinter einer Maske. Und so sorgt diese Kampagne dann auch für Verwirrungen.</p>
<p>Bei dieser Kampagne handelt es sich nämlich um Werbung für Hochschulen in den neuen Bundesländern. Dafür hat man das Wortspiel &#8220;Fernost&#8221; und asiatische Visualisierungen benutzt, um das ganze irgendwie witzig zu gestalten, was leider wahrscheinlich viele nicht merken. Nicht nur dieser Artikel könnte daher verwirren, die gesamte Kampagne ist aufgrund des Namens ziemlich missverständlich geraten. mit Asien hat die ganze Sache rein garnichts zu tun.</p>
<p>Wer die Website besucht, wird merken, dass anscheinend 90% der Gelder des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) allein für die Präsentation des dürftigen Contents ausgegeben wurden. Kitschige Filme sowie überladene Scripte, zum Beispiel die <a href="http://www.studieren-in-fernost.de/maschine/" target="_blank">Hochschulsuchmaschine</a> machen den Besuch weder zum Vergnügen noch geben sie ausreichend Informationen über das Projekt. Fakten und Informationen sucht man sowieso vergeblich.  Der <a href="http://www.youtube.com/watch?v=VyLNn9dnov8" target="_blank">Werbefilm</a> zur Aktion ist jedoch recht lustig. Neugierig macht die Seite schon, und das ist wohl auch so gewollt. Die Schüler sollen sich vernetzen und austauschen. So zum Beispiel über die Studieren-in-Fernost Gruppe in StudiVZ/SchülerVZ. Über die Blogger auf studieren-in-fernost.de erfährt man <a href="http://www.studieren-in-fernost.de/wir/" target="_blank">hier</a> mehr.</p>
<p>Ich kann die Qualität der Hochschulen selbst nicht beurteilen. Leider verändert sich daran auch nichts, nachdem ich mir die Kampagne angeschaut habe. Lediglich kann sie Lust darauf machen, sich mit Hochschulen im Osten auseinanderzusetzen. Dies allein ist natürlich schon nicht schlecht. Und es ist auch die erklärte Absicht. Möglicherweise ist also Kritik an der Tatsache, dass es mehr um Werbung als um Fakten geht, unberechtigt, da die Schüler sich selbst aufmachen sollen, die Hochschulen zu erkunden.</p>
<p>Wichtigster Kritikpunkt ist meiner Ansicht jedoch, dass dieses Projekt das Ost-Westdenken verstärkt und eine Trennung impliziert. Konkurrenz unter Hochschulen sollte intensiver Zusammenarbeit weichen. Sobald sich verstärkt Parteien  voneinander abtrennen, wird immer irgendjemand verlieren. Wenn in Zukunft keine Kommunikation zwischen den Hochschulen stattfindet, läuft die Aktion ins Leere.</p>
<p>Die obigen Absätze mögen vermuten, dass ich das Projekt nur negativ sehe. Dem ist jedoch nicht so. Oben habe ich meinen ersten Eindruck geschildert. Beschäftigt man sich tiefer mit der Materie, fällt die Wertung anders aus. Dass eine Auseinandersetzung mit der Ost-West Problematik notwendig ist, dürfte jedem klar sein. Aber die Qualität der Umsetzung durch dieses Projekt ist leider an einigen Stellen fragwürdig. Zum Thema ein paar Fakten:</p>
<blockquote><p>&#8220;Dennoch sind gerade die 19 Universitäten im Osten oft nicht ausgelastet. Viele »Erstsemester« zieht es zum Studieren in die alten Bundesländer. Dabei haben auch die hiesigen Unis eine Menge zu bieten: Besonders in puncto kurze Studiendauer, Ausstattung und Betreuung schneiden sie in Bestenlisten hervorragend ab. So schaffen z. B. Leipziger Chemie-Studenten im Schnitt bereits nach 9,9 Semestern ihren Abschluss. Ihren Fachkollegen in Aachen gelingt dies erst nach 14,3 Semestern. Besonders gut ist die Situation in Sachen Lehre und Forschung auch an den Universitäten Dresden und Jena. Die Berliner Unis stehen vor allem bei Geistes- und Sozialwissenschaftlern hoch im Kurs.&#8221; (Quelle: Super-Illu)</p></blockquote>
<p>Und der Focus <a href="http://www.focus.de/wissen/campus/studium-studieren-im-osten_aid_386589.html" target="_blank">bestätigt</a>, dass die Situation an ostdeutschen Universitäten und Hochschulen für Studierende so gut wie noch nie ist. Leere Hörsäle, individuelle Förderung, hochwertige Ausstattung und eine optimierte Kommunikation zwischen Universität, Studentenwerk und Wohnungsunternehmen (Jena) sollen dem Studierenden das soziale Umfeld so angenehm wie möglich gestalten. Ebenfalls herausstechend ist die Tatsache, dass im Osten keinerlei Studiengebühren anfallen, Wohnung und Ernährung generell günstiger ist.</p>
<p>Schaut man dann auch in den Westen, erkennt man, dass eine Kampagne zur Verschiebung der Studenten zumindest notwendig ist. Wie sie dann umgesetzt wird, ist eine andere Frage. Die  doppelten Abiturjahrgänge durch die Einführung des G-8-Abiturs, die den alten Bundesländern bis 2020 steigende Studienanfängerzahlen bereitet, haben zum Hochschulpakt 2020 geführt. Dieser verpflichtet Universitäten, jährlich eine größere Anzahl an Studenten aufzunehmen. In Köln zum Beispiel 900 mehr. Während Hochschulen in den nächsten Jahren vorraussichtlich verstopfen, gehen die Einschreibungen in den neuen Bundesländern drastisch zurück. Der demografische Wandel dort ist nicht aufzuhalten, die Geburtenrate sinkt drastisch, während gleichzeitig jeder Vierte zum Studieren in den Westen geht.</p>
<p>Die Werbeagentur    „Scholz &amp; Friends“ steckt hinter der Hochschulkampagne &#8220;Studieren in Fernost&#8221;. Sie hat den Auftrag, diesen demografischen Wandel zu nutzen und das Gefälle West-Ost auszugleichen. Die Höhe des Budget, welches aus dem Hochschulpakt 2020 kommt, ist mir leider nicht bekannt. Ob eine derartige Kampagne allerdings viel erreichen kann, mag bezweifelt werden. Die Wahl des Studienplatzes wird nicht bei einem gemütlichen Fernsehabend beschlossen, Schulabgänger haben eine feste Vorstellung und informieren sich wohl umfassend, bevor eine so bedeutende Wahl wie die des Studienplatzes festgelegt wird. Schließlich ist es eine der bedeutendsten Entscheidungen eines jungen Menschen, die sein Leben prägen wird. Hoffen wir jedoch einfach, dass der Fokus in Zukunft auch stärker auf die neuen Bundesländer fällt. Denn die möglichen Vorteile sind nicht jedem bekannt und Vorurteile über die Zustände im &#8220;unterentwickelten Osten&#8221; können eine objektive Entscheidung behindern. Die hier vorgestelle Hochschulkampagne wird hoffentlich eine objektivere Wahl fördern. Blindes Wählen ostdeutscher Hochschulen ist ebenso falsch, auch wenn es für vorerst ausgeglichene Universitäten und Hochschulen sorgen würde.</p>
<p>Zum Schluss noch das Werbevideo der Kampagne &#8220;Studieren in Fernost&#8221;:<br />
<object width="580" height="360" data="http://www.youtube.com/v/VyLNn9dnov8&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00&amp;border=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/VyLNn9dnov8&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00&amp;border=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
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		<title>Ein &#8220;Unschooling FAQ&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Apr 2009 13:03:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rafael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schon oft hat 1000Sunny auf diesen Blog verlinkt. Dafür hier einen Dank und heute einen Link zurück. Dort gibt es jetzt nämlich das FAQ zu Unschooling.
Eine Sammlung häufiger Fragen zu Unschooling, die sich sicherlich noch ergänzen lässt. Nicht nur im Cyberspace sondern auch im richtigen Leben spreche ich häufig mit Schülern, die sich überhaupt nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon oft hat 1000Sunny auf diesen Blog verlinkt. Dafür hier einen Dank und heute einen Link zurück. Dort gibt es jetzt nämlich das <a href="http://freiebildung.wordpress.com/2009/04/30/faq-zu-unschooling" target="_blank">FAQ zu Unschooling</a>.</p>
<p>Eine Sammlung häufiger Fragen zu Unschooling, die sich sicherlich noch ergänzen lässt. Nicht nur im Cyberspace sondern auch im richtigen Leben spreche ich häufig mit Schülern, die sich überhaupt nicht vorstellen können ohne Schule zu lernen. Und ich frage sie dann meist, ob sie denn die Schule gebraucht haben um zu lernen, wie man aufs Klo geht. Hat dich die Schule gelehrt zu sprechen? Hat sie dich gelehrt zu laufen? Ich hoffe doch nicht!</p>
<p>Die Schule hat dich auch nicht das Lernen gelehrt &#8211; im Gegenteil: Viele verlernen das lernen in der Schule!</p>
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		<title>Systematische, mediale Volksverblödung</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Apr 2009 11:08:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ArtieS</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kabarettist Georg Schramm spricht hier über gezielte Steuerung der Menschen durch mediale Einflüsse. Auch geht er auf die Bildungssituation ein.

Er erwähnt dort auch eine Lehrerin aus Bayern, über die wir hier auf Schul-Kritik Ende letzten Jahres ausführlich berichteten: Schueler-lernten-erstmals-selbstständig-und-mit-spaß
Diese wurde versetzt, weil sie ihre Schüler wirklich zu begeistern wusste und den Notenspiegel derart anhob, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kabarettist Georg Schramm spricht hier über gezielte Steuerung der Menschen durch mediale Einflüsse. Auch geht er auf die Bildungssituation ein.</p>
<p><object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/jitdvJ5U3I4&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;rel=0&#038;color1=0x3a3a3a&#038;color2=0x999999"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/jitdvJ5U3I4&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;rel=0&#038;color1=0x3a3a3a&#038;color2=0x999999" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object></p>
<p>Er erwähnt dort auch eine Lehrerin aus Bayern, über die wir hier auf Schul-Kritik Ende letzten Jahres ausführlich berichteten: <a href="http://schul-kritik.de/2008/12/04/schuler-lernten-erstmals-selbststandig-und-mit-spas/">Schueler-lernten-erstmals-selbstständig-und-mit-spaß</a></p>
<p>Diese wurde versetzt, weil sie ihre Schüler wirklich zu begeistern wusste und den Notenspiegel derart anhob, dass die &#8220;Differenzierung&#8221; nicht mehr gegeben war. Da eine intelligente Gesellschaft wohl nicht gewünscht ist, musste diese Lehrerin gehen.</p>
<p>Zitat von Schramm aus obigem Video:</p>
<p style="padding-left: 30px;">[...] Manchmal frage ich mich ob das wirklich nicht, <em>das kann doch garnicht sein, dass die systematische Verblödung eines gerütteten Teils unserer Bevölkerung versehentlich passiert</em>. Ich bitte Sie. Sie leben hier in Bayern in einem Land, dass behauptet angeblich, in den Pisa &#8211; Ergebnissen am Besten abzuschneiden. Ich kann ihnen sagen weshalb, <em>weil die anderen vorher rausselektiert werden, und der Jugendkriminalität überlassen werden</em><strong> </strong>[...] Das ist eine <strong>Selektionsmaschine</strong>. Es gibt eine bayerische Lehrerin, dass kann man vor den Wahlen ja mal sagen klipp und klar, wird sowieso rausgeschnitten, nicht wahr? (Lacher) Da kann man mal sagen, dass hier eine Volksschullehrerin in Bayern strafversetzt wurde, weil sie die Begeisterung ihrer Schüler für die Mathematik derart geweckt hat, das keiner schlechter als drei geschrieben hat. Und dann kam der Rektor und hat gesagt, so geht&#8217;s aber nicht, <em>wir müssen differenzieren zwischen den Kindern</em>. und dann wurde sie strafversetzt. Dann frage ich sie: Was heißt das? Ich werde es Ihnen beantworten. Möglicherweise ist dieses Desaster, der Zusammenbruch unseres Bildungssystems, keine Fahrlässigkeit, vielleicht steckt ein tiefer Sinn dahinter, so müssen sie die Situation in unserem Land betrachten. Alles was sie für Fehlleistungen von Politikern haltenn, das sind vielleicht gar keine, die sind vielleicht immer nützlich für gewisse Gruppen der Bevölkerung &#8211; nur sie sind nicht dabei! [...]</p>
<p style="padding-left: 30px;">Der Pöbel soll doch nicht <strong>nachdenken</strong>, <strong>zögern</strong> und <strong>vergleichen</strong>. Er soll den erstbesten Dreck kaufen, der angeboten wird in der Werbepause. [...] Das ist doch Realität.</p>
<p>Was soll man dazu noch sagen&#8230; Wenigstens Kabarettisten dürfen die Situation in unseren öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten noch wahrheitsgemäß rüberbringen, auch wenn dies einige dann doch immer noch in den Bereich der nicht ernst zu nehmenden Comedy schieben und einfach drüber lachen. Einfach lachen und nicht merken, dass sie selbst es sind, die in diesem Spiel verarscht werden.</p>
<p>Achja, und <a href="http://www.youtube.com/watch?v=UYjWglHukKQ">hier</a> spricht Schramm direkt über das Bildungsniveau, auch interessant.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Infinity</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"> </p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>&#8220;Schulpflicht ist richtig!&#8221; und andere Irrtümer</title>
		<link>http://schul-kritik.de/2009/freie_bildung/bildungsfreiheit/schulpflicht-ist-richtig-und-andere-irrtumer/</link>
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		<pubDate>Thu, 23 Apr 2009 17:24:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ArtieS</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Tatsache, dass Unschooling in unserer heutigen Zeit in der breiten Öffentlichkeit häufig falsch verstanden wird, dürfte viele Unschooler/Freilerner nicht mehr vom Hocker reißen.
Dennoch würde ich gerne im Folgenden auf einen Artikel, veröffentlicht in Zeit Online, genauer eingehen. In diesem wird die Wichtigkeit der Schulpflicht angepriesen und Unschooling demnach natürlich durchgehend negativ bewertet.
Der erste Absatz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Tatsache, dass Unschooling in unserer heutigen Zeit in der breiten Öffentlichkeit häufig falsch verstanden wird, dürfte viele Unschooler/Freilerner nicht mehr vom Hocker reißen.</p>
<p>Dennoch würde ich gerne im Folgenden auf einen Artikel, veröffentlicht in<a href="http://www.zeit.de/online/2009/15/hausunterricht-asyl?page=1"> Zeit Online</a>, genauer eingehen. In diesem wird die Wichtigkeit der Schulpflicht angepriesen und Unschooling demnach natürlich durchgehend negativ bewertet.</p>
<div id="attachment_642" class="wp-caption alignright" style="width: 206px"><a rel="attachment wp-att-642" href="http://schul-kritik.de/2009/freie_bildung/bildungsfreiheit/schulpflicht-ist-richtig-und-andere-irrtumer/attachment/lernen-homeschooling-artikel-410/"><img class="size-medium wp-image-642" style="margin: 3px 10px;" title="lernen-homeschooling-artikel-410" src="http://schul-kritik.de/wp-content/uploads/2009/04/lernen-homeschooling-artikel-410-300x146.jpg" alt="Lernen Homeschooling" width="196" height="95" /></a><p class="wp-caption-text">  </p></div>
<p>Der erste Absatz brachte mich jedoch gleich zum Lachen: <em> &#8220;Doch Schulpflicht ermöglicht auch Freiheit&#8221;,</em> heißt es da.</p>
<p class="bu"><em>&#8220;Lernen kann man überall. Aber Schule bietet noch mehr&#8221;</em>, so der Untertitel des rechts angezeigten Bildes.</p>
<p class="bu">Die Antwort, was Schule den Schülern denn mehr bietet, bleibt uns der Artikel nicht schuldig.</p>
<p class="bu">Nämlich<em> &#8220;individuelle Entfaltung und ihre eigene persönliche Freiheit. Sie kann durchaus über die Visionen ihrer Eltern hinausgehen.&#8221;</em></p>
<p class="bu">Der Staat wird als freiheitlicher Schützer und Bewahrer des Wissens gepriesen, während die Familie als potentieller Feind in direkten Gegensatz zur Schule steht.</p>
<p class="bu">Richtig stellt Sadigh fest, dass es nicht nur religiöse Fanatiker (sic!) sind, die Unschooling betreiben, sondern auch Kinder, die die <a class="textlink" href="http://www.zeit.de/online/2009/06/interview-schulverweigerer">&#8220;Massenanstalt Schule nicht zurecht&#8221;</a> kamen oder dem Schulsystem misstrauen.</p>
<p class="bu">Nun schleudert sie dem Leser in ihrer ganzen rhetorischen Gewandheit zwei Fragen entgegen, die sie dann auch niederschmetternd zu beantworten weiß.</p>
<p class="bu"><em>&#8220;Schränkt die Schulpflicht also gegen die persönliche Freiheit des Einzelnen unbotmäßig ein? Ist sie nicht mehr tauglich für eine Demokratie, in der der Individualismus gefördert wird?&#8221;</em></p>
<p class="bu">Nein, ist dann natürlich die Antwort.  (Mal abgesehen von der Frage, ob in unserer Demokratie der Individualismus überhaupt gefördert wird)</p>
<p class="bu"><em>&#8220;Es geht nicht um die Freiheit der Eltern, sondern um das Wohlergehen der Kinder.&#8221;</em> ist dann auch der Schlüsselsatz, der das Fass irgendwie zum Überlaufen bringt. Wie bitte?!</p>
<p class="bu">Hier wird suggeriert, dass das eine das andere ausschließt. Nebenbei geht der Artikel von der falschen Annahme aus, zu Hause unterrichten würde im klassischen Sinne des Lehrens und belehrt werdens ablaufen.</p>
<p class="bu">Die Entwicklung von Eigenverantwortung traut die Autorin Kindern, die zu Hause in Bildungsfreiheit aufwachsen, nicht zu.</p>
<p><em>&#8220;Und wie soll man Ideologen und Fundamentalisten daran hindern, ihre Kinder zu verdrehen?&#8221;</em> Was ist die Staatslehre, wenn nicht Ideologie und Fundamentalismus? Fundamentalistisches Denken zieht sich durch das gesamte Bildungssystem, anders kann ein Staat wie unser gar nicht funktionieren. Ein demokratischer Staat DARF seine Bürger eigentlich nicht mal staatlich unterrichten. Denn damit öffnet er Manipulation Tür und Tor und kann über Indoktrination beeinflusse. Dies widerspricht aber den &#8220;gewollten&#8221; selbst denkenden und selbstbestimmten Wählern und Bürgern als Zielt einer Demokratie.</p>
<p>Während Homeschooling für Individualismus und eine intakte Familienbeziehung sorgt, private &amp; soziale Netzwerke stabilisiert, die Persönlichkeit der Menschen durch frei gewählte Beschäftigungen festigt, Lernen mit Leben gleichstellt ( Lernen ist Leben, alles andere ist Illusion, die durch unser Schulsystem intakt gehalten wird) fördert die Schulpflicht Zwangsdenken, negative Gedanken zum Thema Lernen, Unterwürfigkeit, Fremdbestimmtheit, politische &amp; soziale &amp; gesellschaftliche Gleichschaltung, Passivität, Schubladendenken und Gewalt.</p>
<p>Schule manipuliert auf vielen Ebenen. Die im Zeitartikel zitierte &#8220;<em>individuelle Entfaltung und ihre eigene persönliche Freiheit&#8221;</em> ist reinste Propaganda, denn genau diese individuelle Freiheit ermöglicht erst Homeschooling. Wie kann bitte die Pflicht, eine Schule besuchen zu müssen gleichgesetzt werden mit Freiheit? Wie kann man in einem Satz gleichzeitig von Pflicht und Freiheit sprechen? Das ist einfach paradox.</p>
<p><em>&#8220;Die Schule ermöglicht es, viele Menschen und Sichtweisen kennen- und akzeptieren zu lernen und neue Talente zu entdecken.&#8221; </em>Ach und dies ist ein Schulmonopol?<em> </em>Hier schafft man eine Institution fern jeglicher Realität und spricht der Realität des Lebens alle positiven Eigenschaften ab. Wo nimmt denn Schule seine Einflüsse her? Ja, direkt aus dem Leben, da kommen doch die Menschen und Sichtweisen her. Und da gibts diese sogar im Überfluss, frei auszuwählen.</p>
<p>Nicht wie in der Schule, wo man aus 20-30 Gleichaltriger soziale Kontakte auswählen kann. Währenddessen führt Homeschooling zu einer Vielzahl von Kontakten in allen Altersbereichen. Kurz: Es befreit einen von der Vorstellung, Freunde müssen immer im gleichen Altersbereich liegen.</p>
<p>Die Vorteile des Homeschooling überwiegen deutlich einige mögliche Nachteile, die aber in den Medien meistens hochgepusht werden (wenn das Thema mal behandelt wird). Niemand sagt, dass der Staat Schule abschaffen soll. Gerade sozial problematische Familien sollten weiterhin die Möglichkeit auf eine staatliche Schule haben. Aber lasst uns die Freiheit der Wahl! Denn, auch wenn es die deutsche Bildungspolitik noch nicht begriffen hat, es gibt in diesem Land noch tatsächlich Menschen, die frei und selbstständig denken können und eben diese Entscheidung für sich treffen. (Nichts gegen jene, die sich für staatliche Schulen entscheiden)</p>
<p><em>&#8220;Je mehr Ideen, Überzeugungen, aber auch Alltagserfahrungen und Moden man </em>(die Eltern) <em>ihnen </em>(den Kindern)<em> jedoch vorenthält, umso schwieriger wird es für sie, eine eigene Meinung zu entwickeln und sich in der Gesellschaft zurechtzufinden.&#8221;</em></p>
<p>Dieses Zitat aus dem Zeitartikel war als Anklage gegen die Eltern gedacht. Jedoch widerspricht sich dieser Satz ironischer Weise selbst. Denn Alltagserfahrungen, Ideen und Überzeugungen werden allein von der Schule vorenthalten. Und damit hat die Autorin recht: Dann wird es ziemlich schwer, eine eigene Meinung zu entwickeln und sich in der Gesellschaft zurechtzufinden.</p>
<p>Denn wer die Freiheit des selbstbestimmten Lernens genießt, bleibt garantiert nicht einfach den ganzen Tag in seinem Zimmer unter der &#8220;Propaganda&#8221; der Familie sondern geht kommunikativ und selbstbewusst auf Gleichgesinnte zu und knüpft Kontakte.</p>
<p>Wie sollen Eltern in guter sozialer Stellung, die ihre Kinder im Übrigen meistens lieben und eine beste Erziehung vorantreiben wollen, unfähig sein, <strong>ihr</strong> Kind bis zur Reife zu unterstützen?</p>
<p>Wie soll ein Staat, der seine Kinder nichtmal kennt, fähig sein, ein Kind bis zur Reife zu unterstützen?</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p><a href="http://freiebildung.wordpress.com/200-grunde-gegen-die-schulpflicht/">200 Gründe gegen Schulpflicht</a> (1000Sunny&#8217;s Weblog)<a href="http://freiebildung.wordpress.com/200-grunde-gegen-die-schulpflicht/"><br />
</a></p>
<p><a href="http://bildungsfreiheit.org/?id=4739&amp;q=Schule+als+Potemkinsche+Institution">Schule als Potemkinsche Institution</a></p>
<p><a href="http://bildungsfreiheit.org/?id=3488&amp;q=Homeschooling+in+Deutschland">Homeschooling in Deutschland</a> (Überblick über derzeitige Situation)</p>
<p><a href="http://ef-magazin.de/2007/07/18/bildung-eine-schulpflicht-gibt-es-nicht/">Eine Schulpflicht gibt es nicht</a></p>
<p><a title="bildunginfreiheit.de" href="http://bildunginfreiheit.de" target="_blank">Bildung in Freiheit &#8211; die Initiative ergreifen</a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die bösen Grundschulen</title>
		<link>http://schul-kritik.de/2009/bildungswissenschaften/bildung-international/die-bosen-grundschulen/</link>
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		<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 16:36:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ArtieS</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung international]]></category>
		<category><![CDATA[Abitur]]></category>
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		<description><![CDATA[Wir wussten es doch alle: Die Grundschulen sind verantwortlich dafür, dass es tatsächlich noch so dreiste junge Menschen gibt, die es wagen, die Hauptschule zu besuchen. Böse, Böse Grundschule!
Die Lösung gibt uns  der Vorsitzende des Landeselternausschusses Berlin dann auch noch mit: Kein Grundschüler dürfe die Schule mehr mit einem schlechteren Notenschnitt als 2,5 verlassen.
Setzt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir wussten es doch alle: Die Grundschulen sind <a href="http://bildungsklick.de/a/67819/schindler-die-grundschulen-sind-verantwortlich/">verantwortlich</a> dafür, dass es tatsächlich noch so dreiste junge Menschen gibt, die es wagen, die Hauptschule zu besuchen. Böse, Böse Grundschule!</p>
<p>Die Lösung gibt uns  der Vorsitzende des Landeselternausschusses Berlin dann auch noch mit: Kein Grundschüler dürfe die Schule mehr mit einem schlechteren Notenschnitt als 2,5 verlassen.</p>
<p>Setzt die Anforderungen runter, auf das uns eine Gesellschaft ohne Hauptschüler und ohne Schande erwartet. Schließlich geht es nicht um Inhalt sondern einzig und allein um die äußere Hülle, wo die Hauptschulen wohl langsam fehl am Platze sind. Hört sich ja auch irgendwie eklig an, da müssen die Bildungspolitiker auch mal Würde bewahren.</p>
<p>Und wenn dann alle ehemaligen Hauptschüler auf den Realschulen untergebracht sind, geht es allen gleich viel besser. Dann haben sie nämlich wirklich was erreicht. Bessere Abschlüsse für alle, auf das bald alle ein Abitur vorweisen können. (Wie, so ein Vorgehen entwertet den Abschluss? Aber nicht doch&#8230;)</p>
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		<title>Berlin rehabilitiert Kreuzzüge</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Apr 2009 11:06:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ArtieS</dc:creator>
				<category><![CDATA[deutsche Bildungspolitik]]></category>
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		<description><![CDATA[Weils so schön war, damals um 1200 n. Chr., präsentiert Berlin gerade stolz die Kreuzzüge Reloaded.
Es lässt die beiden Initiativen Pro-Reli und Pro-Ethik gegeneinanderantreten im Kampf um die  rechtliche Verankerung von Ethik und Religion in Berliner Schulen.
Pro-Reli, die nicht nur CDU und FDP sondern auch beide großen Kirchen hinter sich haben, sprechen sich für regulären [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weils so schön war, damals um 1200 n. Chr., präsentiert Berlin gerade stolz die Kreuzzüge <em>Reloaded</em>.</p>
<p>Es lässt die beiden Initiativen <a href="http://www.pro-reli.de/volksentscheid/">Pro-Reli</a> und <a href="http://www.proethik.info/">Pro-Ethik</a> gegeneinanderantreten im Kampf um die  rechtliche Verankerung von Ethik und Religion in Berliner Schulen.</p>
<p>Pro-Reli, die nicht nur CDU und FDP sondern auch beide großen Kirchen hinter sich haben, sprechen sich für regulären Religionsunterricht, gleichgestellt mit dem Fach Ethik aus. So wie es Deutschland überall gehandhabt wird, nur eben nicht in Berlin. Hierbei muss man wissen, dass vor ungefähr 2 Jahren für alle 7. bis 10. Klassen in Berlin, Ethik zur Pflicht erklärt wurde und Religion als freiweilliges Wahlfach parallel läuft.</p>
<p>Daraufhin formierte sich eine Gegenbewegung zu Pro-Reli, (welch Wunder) Pro-Ethik genannt, und versucht Stimmen um sich zu scharen, die den Status Quo erhalten wollen. &#8220;Wir wehren uns gegen       <em>Pro Reli</em> s Propaganda, die an Schärfe zugenommen hat&#8221;, sagt der evangelische Pfarrer des Französischen Doms, Stephan Frielinghaus.</p>
<p>Wie man sieht, spalten sich sogar die Kirchen in dieser Sache.</p>
<p>Sollte sich Pro-Reli durchsetzen, <em>muss</em> sich jeder Schüler zwischen Religion oder Ethik entscheiden. Dies nennen sie dann &#8220;freie Wahl&#8221;.  Dementsprechend argumentiert Pro-Ethik, dass Ethikunterricht interreligiösen und -kulturellen Austausch fördert und die Spaltung in verschiedene Religionsfächer zur Bildung von Parallelgesellschaften führt.</p>
<p><strong>Kommentar</strong></p>
<p>Eigentlich müsste man bei der Sache erstmal tief durchatmen und fragen: Wieso dürfen Anhänger einer Religion (=Religionslehrer) an staatlichen (=nicht religiösen) Schulen überhaupt für ihre Religion werben (=Unterricht)?</p>
<p>Und danach: Was ist denn wirklich so schlimm daran, wenn man die Religionen erstmal da belässt, wo sie hingehören, nämlich in die Kirche. Ich sage sogar, dass der Religionsunterricht, wie er heute stattfindet, die Menschen von der Kirche entfremdet. Hier reiht sich Theorie an Theorie, mit der religiösen Praxis hat das nicht mehr viel zu tun.</p>
<p>Niemand hat bisher ein vernünftiges Argument vorweisen können gegen gemeinsamen, verbindenden Ethikunterricht. Das ist es nämlich, was wir deutschlandweit brauchen. Alles andere fördert religiöse Dogmen und zwischenmenschliche Trennung. Ethik ist eine der wenigen Fächer, wo noch wirkliches Nachdenken ohne vorgegebene Antworten gefordert wird. Wo auch die Kreativität des menschlichen Geistes gefördert wird, wo er sich in Bereiche vorwagen kann,  die eben nicht vorgedacht sind. Und Ethik verbindet Kulturen, etwas was in der heutigen Zeit immer wichtiger wird. Nicht nur für Deutsche sondern auch für junge Ausländer, die in ihrem Kulturkreis der Toleranz einen anderen Stellenwert beimessen.(Die Ausländerkriminalität lag schon 1998  bei 27,1% bei offiziell 9% Bevölkerungsanteil.)</p>
<p>Diesen Sonntag geht es in Berlin zur Wahl. Christoph Lehmann (kath. CDu-Politiker), der hinter Pro-Reli steht, gewinnt, wenn am Sonntag die Mehrheit der Teilnehmer des Volksentscheids mit &#8220;Ja&#8221; stimmen. Zugleich braucht er mindestens ein Viertel der Stimmberechtigten, also etwa 610.000 Ja-Stimmen. Pro-Ethik, mit  Bürgermeister Klaus Wowereit und dem  Senat &#8211; gewinnt, wenn die Mehrheit mit &#8220;Nein&#8221; stimmt oder nicht genug Leute wählen gehen.</p>
<p>Abschließend zwei Songs, die beide Positionen wiedergeben: <a href="http://www.myspace.com/sidpeghini">Pro-Ethik Song </a>; <a href="http://www.youtube.com/watch?gl=DE&amp;hl=de&amp;v=QgfbMVuFr-s">Pro-Reli Song</a></p>
<p style="text-align: right;"><em>Infinity</em></p>
<p style="text-align: left;">Werdet ihr nicht langsam müde vom Streit der Religionen? Habt ihr eigentlich nach 1000 Jahren Kreuzzügen, Israel und drittes Reich noch nicht genug Opfer der Religionen gesehen? Hat euch niemand gesagt, dass wir alle Menschen sind &#8211; frei und gleich an Würde und Rechten geboren? Religion hat ihre Berechtigung &#8211; für jeden alleine. Aber vor allem in der Schule sollten wir die Werte lernen, die uns alle verbinden und nicht jene die uns trennen. Daher kein Religionsunterricht an Schulen!</p>
<p style="text-align: right;"><em>Blueyo</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>‘Die Mutter hat ein Arschgeweih &#8230;’ &#8211; Die neue Elterngeneration</title>
		<link>http://schul-kritik.de/2009/gesellschaft_politik/gesellschaft-gesellschaft/%e2%80%98die-mutter-hat-ein-arschgeweih-%e2%80%99-die-neue-elterngeneration/</link>
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		<pubDate>Sat, 18 Apr 2009 14:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ArtieS</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungskritik]]></category>
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		<description><![CDATA[Passend zu diesem Thema gestern ist ein Artikel auf Lehrerfreund, welcher einen Artikel der Frankfurter Rundschau zitiert, welchen wiederum nun ich hier zitiere.
Sie interpretiert die Sex-Clips als Rebellion, ein immer verzweifelterer Versuch der Abgrenzung zu den Eltern. “Die Mutter hat ein Arschgeweih, der Vater trägt das Baseballcap falschrum”, sagt sie. Um sich zu unterscheiden, fühlten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Passend zu <a href="http://schul-kritik.de/2009/04/18/die-briten-und-die-disziplin/">diesem</a> Thema gestern ist ein Artikel auf <a href="http://www.lehrerfreund.de/in/schule/1s/neue-elterngeneration-arschgeweih/3460/">Lehrerfreund</a>, welcher einen Artikel der <a href="http://www.fr-online.de/top_news/1690857_Pornographie-Vorwurf-Nackt-im-Netz.html">Frankfurter Rundschau</a> zitiert, welchen wiederum nun ich hier zitiere.</p>
<blockquote><p><em>Sie interpretiert die Sex-Clips als Rebellion, ein immer verzweifelterer Versuch der Abgrenzung zu den Eltern. <strong>“Die Mutter hat ein Arschgeweih, der Vater trägt das Baseballcap falschrum”</strong>, sagt sie. Um sich zu unterscheiden, fühlten sich die Jugendlichen gezwungen “die Grenze noch etwas weiter zu überschreiten.” </em></p>
<p><a title="Frankfurter Rundschau 16.03.2009: Pornographie-Vorwurf - Nackt im Netz" href="http://www.fr-online.de/top_news/1690857_Pornographie-Vorwurf-Nackt-im-Netz.html">Frankfurter Rundschau 16.03.2009: Pornographie-Vorwurf &#8211; Nackt im Netz</a>, Hervorhebung von mir.</p></blockquote>
<p>Der moralische Werteverfall sowie fehlende Reife in jüngeren Elterngenerationen bringen Kinder hervor, die Kinder großziehen zu versuchen. Was folgt sind noch größere Ausschreitungen, um sich weiter abzuheben. Wie es in er Pubertät nun mal vorkommt. Problematisch wird es, wenn die Kinder von ihren Eltern keine Grenzen gesetzt bekommen, weil diese dies ebenfalls nie gelernt haben.</p>
<p>Diese Folgen nun werden durch obigen Bericht mit fast schon verzweifelter Gewalt einzuschränken versucht. Lösungen werden nicht gesucht, das wäre ja auch mal das Neueste. Das System wird als quasi Gottgegeben angesehen, welches man nicht von Grund auf in Frage stellen darf, sondern nur immer wieder an allen Ecken und Enden reformiert. Mit schrecklichen Folgen, welche immer mehr ins Totalitäre geraten.</p>
<p>Wen Gewalt und Zwang angewendet wird, um ein Schulsystem zu erhalten, dann kann es nicht gesund sein. Der tief im Menschen verwurzelte Drang nach Freiheit, Unabhängigkeit und Selbstbestimmtheit ist eine menschliche Eigenschaft, die man heutzutage oft vergeblich sucht. Überall, wo diese empor zu kommen versuchten, wurden sie unterdrückt. Irgendwann wird es nicht mehr möglich sein, diese Eigenschaften mit totalitären Mitteln zu unterdrücken, das Bildungssystem in vielen europäischen Staaten bröckelt. Jährlich steigen Hunderttausende auf der Welt aus und suche nach Alternativen.</p>
<p><em><em>Viva</em> la </em><em><em>revolution im Denken der Menschen <img src='http://schul-kritik.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </em><br />
</em></p>
<p style="text-align: right;"><em>Infinity</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Zerstört die Schule unsere Kreativät?</title>
		<link>http://schul-kritik.de/2009/bildungswissenschaften/bildung-international/zerstort-die-schule-unsere-kreativat/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 Apr 2009 14:17:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ArtieS</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung international]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[sir ken robinson]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>

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		<description><![CDATA[
Die 18 minütige Rede von Autor und Redner Sir Ken Robinson &#8220;Do schools kill creativity?&#8221; sei jedem empfohlen, der der englischen Sprache mächtig ist. Robinson stellt auf humorvolle Weise da, woran Schulen seiner Meinung nach kranken.
Sehr interessant ist seine Aussage, dass sich das gesamte Bildungssystem im Grunde noch am Zeitalter und der Denkweise der Industrialisierung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><center><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/iG9CE55wbtY&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;color1=0x3a3a3a&#038;color2=0x999999"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/iG9CE55wbtY&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;color1=0x3a3a3a&#038;color2=0x999999" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></center></p>
<p>Die 18 minütige Rede von Autor und Redner Sir Ken Robinson &#8220;Do schools kill creativity?&#8221; sei jedem empfohlen, der der englischen Sprache mächtig ist. Robinson stellt auf humorvolle Weise da, woran Schulen seiner Meinung nach kranken.</p>
<p style="text-align: left;">Sehr interessant ist seine Aussage, dass sich das gesamte Bildungssystem im Grunde noch am Zeitalter und der Denkweise der Industrialisierung orientiert. Schule sei, so Robinson, überall auf der Welt hierarchisch auf die selbe Weise organisiert. Nämlich, dass Mathematik, Physik, etc., also wissenschaftlich akademische Fächer überbewertet sind, während Kunst, Philisophie und Musik, insgesamt Kreativität nicht in der Weise gefördert wird, wie es heutzutage angemessen wäre.</p>
<p style="text-align: left;">Ich denke, dass ist ein sehr wichtiger Aspekt bei der Analyse des Bildungssystems. Die Industrialisierung prägte die Menschen in kurzer Zeit erheblich. Während sie für Einige materielles Glück bot war sie für die Meisten nur ein Weg von vorindustrieller Armut durch Ständezwang hin zu (post-)industrieller kapitalistischer Abhängigkeit, die das Gefühl der Freiheit als Köder benutzte.</p>
<p style="text-align: left;">Unsere Gesellschaft entwickelt sich jedoch seit Jahrzenten schon hin zu einer individualisierten aber dennoch sozial verknüpften Gemeinschaft hin. Während es vielen noch nicht auffällt, sieht man hinter medialer und zwischenmenschlicher Manipulation vor allem in der Jugend, dass sich ein Prozess entwickelt, der zwar kaschiert wird aber vorhanden ist.</p>
<p style="text-align: left;">Robinson fordert die Anerkennung und Förderung menschlicher Kreativität und Individualität sowie die Gleichstellung kreativer und akadamischer Fähigkeiten.</p>
<p style="text-align: left;">Um es mit seinen Worten zu sagen: <em>&#8220;Viele Professoren leben in ihren Köpfen. Sie leben da oben. Sie sind entkörperlicht, in übertragener Weise und sehen in ihrem Körper nur eine Art Transportmöglichkeit für ihren Kopf.&#8221;</em></p>
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		</item>
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		<title>Widerstand gegen die deutsche Bildungsmisere</title>
		<link>http://schul-kritik.de/2009/bildungswissenschaften/deutsche-bildungspolitik/widerstand-gegen-die-deutsche-bildungsmisere/</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Apr 2009 17:27:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ArtieS</dc:creator>
				<category><![CDATA[deutsche Bildungspolitik]]></category>
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		<category><![CDATA[Bildungsdemonstration]]></category>
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		<description><![CDATA[Widerstand beginnt sich zusehends zu formieren.

Der bundesweite Bildungsstreik findet vom 15. &#8211; 19. Juni wie der Name schon sagt bundesweit und weitgehend dezentral statt.  (schulaction.org bietet ebenfalls weitere Infos)
Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, setzt sich die Aktion vor allem für
 selbstbestimmtes Lernen und Leben und einen freien sowie kostenlosen Bildungszugang ein. Dazu fordern sie die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Widerstand beginnt sich zusehends zu formieren.</p>
<p style="text-align: left;"><img class="aligncenter" title="Bundesweiter Bildungsstreik 2009" src="http://bs.risiko09.de/wp-content/uploads/2009/02/full_banner1.png" alt="" width="468" height="80" /></p>
<p style="text-align: left;">Der <a href="http://bs.risiko09.de/">bundesweite Bildungsstreik</a> findet vom 15. &#8211; 19. Juni wie der Name schon sagt bundesweit und weitgehend dezentral statt.  (<a href="http://schulaction.org/">schulaction.org</a> bietet ebenfalls weitere Infos)</p>
<p style="text-align: left;">Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, setzt sich die Aktion vor allem für</p>
<p style="text-align: left; padding-left: 30px;"><em> selbstbestimmtes Lernen und Leben und einen freien sowie kostenlosen Bildungszugang ein. Dazu fordern sie die komplette öffentliche Finanzierung des Bildungssystems ohne Einflussnahme der Wirtschaft und die Abschaffung des Bachelor/Master-Systems in der derzeitigen Form. Weiterhin steht das Bündnis für die Demokratisierung aller Bildungseinrichtungen durch Mitbestimmung der Beteiligten. <a href="http://bs.risiko09.de/358/">Quelle</a></em></p>
<p style="text-align: left;">Leider wird nicht explizit auf Niederreißen des Schulzwangs eingegangen oder habe ich da was übersehen?<em><br />
</em></p>
<p style="text-align: left;">Ministerpräsident Rüttgers reagierte mit der erstaunlich weitsichtigen <a href="http://de.indymedia.org/2009/02/241775.shtml">Aussage</a>, dass ein großangelegter Bildungsstreik wie dieser</p>
<p style="text-align: left; padding-left: 30px;"><em>vorübergehend zur Knappheit an Waschmittel oder Sonderangeboten bei Media-Markt führen [könnte].“</em></p>
<p style="text-align: left;">Auf diese Erkenntnis wäre ich nicht gekommen und verbiete mir sofort jedwede Unterstützung für demonstrierende, frustrierte Schüler. Wer beim Kämpfen für vernünftige Bildung eine Waschmittelknappheitsepidemie in Kauf nimmt, ist wirklich nicht mehr zu retten. Und nicht auszudenken, was eine Verknappung der Sonderangebote für Konsequenzen hätte.</p>
<p style="text-align: left;">Wie auch immer.</p>
<p style="text-align: left;">Jetzt mal ganz ohne Ironie: Wir hoffen, dass der Streik zur erhofften Reonanz führt und dass mal ein bischen mehr Schüler verstehen, dass sie die Möglichkeit haben, etwas zu verändern. Verpflichtende Schule ist in unserer Gesellschaft leider eher ein allgemein akzeptiertes Schicksal, oder eher noch ein Naturgesetz.</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;"><strong>Nachtrag.</strong> Unter <a href="http://bs.risiko09.de/aufruf/">Aufruf und Forderungen</a> sind alle Ziele aufgelistet, unterteilt in Forderungen der Studierenden,  der Schüler und der Projektgruppe Bildungsstreik selbst.</p>
<p style="text-align: left;">Unter denen der Studierende, findet sich unter anderem der Punkt:</p>
<p style="text-align: left; padding-left: 30px;"><em> &#8211; die Umsetzung freier alternativer Bildungskonzepte!</em></p>
<p style="text-align: left;">Dies ist zu begrüßen, denn <em></em>so lang das nicht passiert, kann ja schön und viel gemacht werden aber so lange Schule nicht derart aufgebaut ist, dass nicht Schule sondern allenfalls Bildung Pflicht ist, wird sich nicht allzu viel verändern. Die Probleme liegen im Kern. Erst aus der Pflicht heraus entstehen all die anderen Miseren, die heute nicht mehr zu übersehen sind. Aber wie sollen sich all diese Probleme ändern, wenn Schule nicht eine gänzlich neue Einstellung, eine neue Philosophie bekommt? Erst die Freiheit lässt uns auch frei handeln.<em><br />
</em></p>
<p style="text-align: left;">Insgesamt zeigt die Auflistung jedoch, dass es anscheinend erstmal mehr darum geht, mediale und politische Aufmerksamkeit zu erreichen. Ein solides Grundgerüst ist jedoch vorhanden. Die Frage ist letztendlich aber, wenn es nicht einen konkreten Punkt zur Veränderung gibt,  auf den man sich einigt, was kann dann wirklich schulpolitisch passieren? Die Aktion ist in jedem Fall lobenswert, denn bei den Schülern muss man ansetzen und diese zum Nachdenken anregen. Bei genügend Resonanz kann schon ein bemerkenswerter Anteil der Schüler bei der morgendlichen Überprüfung der Anwesenheit aller Häftlinge fehlen und weitere Schüler anstecken. Warten wir es ab, denn das Konzept zeigt den Wunsch nach selbstbestimmter Verantwortung durch Freiheit, erhöhtes  Selbstbestimmungrecht der Schüler und sieht Lernen als kreativen Prozess, der ins Leben mit eingebettet wird. Anders, als es bisher der Fall ist. Auch auf wirtschaftliche Unabhängigkeit wird viel Wert gelegt.(Dazu auch passend der Artikel &#8220;<a href="http://schul-kritik.de/2009/03/30/bertelsmann-und-andere-unruhe-stifte/">Bertelsmann und andere (Unruhe-)Stifter</a>&#8220;)</p>
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